04.03.2021 – Die neue Ausgabe der DIGITALE WELT ist jetzt erhältlich und umfasst ausgewählte Expertenbeiträge zum aktuellen Themenschwerpunkt Quantum Computing. Auf einer fachlichen Ebene konnte das QAR-Lab die Redaktion bei der Erstellung des Hefts unterstützen. Hier können Sie die Ausgabe kostenlos lesen.
04.03.2021, München – Am 4. März 2021 fand der Auftakt zur Initiative Munich Quantum Valley (MQV) statt. Ziel der Initiative ist es, Bayern und Deutschland zu einem großen Hub für Forschung und Entwicklung in diesem wichtigen Zukunftsfeld zu machen. In den kommenden zehn Jahren will der Verbund Munich Quantum Valley die Entwicklung der Quantenwissenschaft und -technologie weiter vorantreiben. Zu den Gründern des Netzwerks gehören neben der Ludwig-Maximilians-Universität München die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die TUM, die Fraunhofer-Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft.
Corona-bedingt fand der offizielle Auftakt virtuell statt. Die geladenen Gäste waren Vertreter aus der Politik, die Präsidenten der beteiligten Institutionen und Industrievertreter. Die Beteiligten wurden in Videokonferenzen und Videobotschaften zugeschaltet.
Die Begrüßung übernahmen Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie), Bernd Sibler (Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Bernd Huber (Ludwig-Maximilians-Universität München), Thomas Höllmann (Bayerische Akademie der Wissenschaften), Thomas Hofmann (Technische Universität München), Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Gesellschaft) und Martin Stratmann (Max-Planck-Gesellschaft).
Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien erläuterte als eine der Beteiligten am Munich Quantum Valley in einer Videobotschaft, dass ihr Informatik-Lehrstuhl der LMU bereits heute Zugriff auf vier Quantencomputer habe und für das Munich Quantum Valley Software und Anwendungen entwickle sowie diese mit ihren zahlreichen Anwenderfirmen verprobe.
In der zweistündigen Eröffnung wurden verschiedene Aspekte des Munich Quantum Valley vorgestellt: der 3-Punkte-Plan, Standort & Infrastruktur, Quantenhard- und –software sowie Anwendungen und der Technologietransfer.
Neben den Gründungsmitgliedern sollen weitere wichtige bayerische und nationale Forschungseinrichtungen und Universitäten mit starken Aktivitäten im Bereich Quantenwissenschaft und -technologien effizient mit dem MQV verbunden werden und an dessen Aktivitäten teilnehmen. Aufgrund der Stärke seiner Gründungsinstitutionen und der langfristigen institutionellen Finanzierung will der MQV eine Schlüsselrolle in einer nationalen und europäischen Quantenstrategie spielen.
Frau Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien hielt am 27. Januar 2021 einen Vortrag vor der Quantum Computing Industry Group. Die QC Industry Group ist eine Gruppe von QC-Anwendern und -Experten aus der Industrie. Die Gruppe agiert DACH-weit und hat ihren Schwerpunkt in Süddeutschland. Sie existiert seit Mitte 2017, trifft sich halbjährlich und hat ca. 40 Mitglieder (u.a. Airbus, Bosch, SAP, T-Systems, BMW, Bayer, Boehringer, E.ON, Roche, Siemens, VW, Zeiss).
Die Expertengruppe interessierte sich für die nationale Roadmap zum Thema Quantentechnologien und das Ergebnis des Expertenrats. Prof. Linnhoff-Popien sprach – als Mitglied des Expertenrats – über „Perspektiven der Anwendungen“, einen der vier Aspekte der Roadmap, die im Januar an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden war. Prof. Linnhoff-Popien legte neue Erkenntnisse im Bereich Quantencomputing dar und sprach über das QAR-Lab der LMU und dessen anwendungsorientierte Ausrichtung.
Quantentechnologien und Quantencomputing haben ein enormes Potenzial für die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. In Deutschland hat sich dazu ein Expertenrat aus Forschung und Industrie zusammengeschlossen, der der Bundesregierung nun nach mehr als drei Monaten intensiver Zusammenarbeit eine fundierte Roadmap zum Quantencomputing erfolgreich übergeben hat. Dabei nahm die Leiterin des QAR-Labs Frau Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien eine zentrale Rolle im Expertenrat in den Bereichen Quantencomputing-Software und Anwendungen ein.
Die Roadmap gibt es hier zum Download.
Mit dem QAR-Lab Bayern starten wir am 1. Dezember 2020 eine neue Initiative zum Aufbau eines bayerischen Ökosystems für Quantumcomputing-Anwenderkompetenz. Unser Ziel: Wir stärken den Standort München auf der deutschen Quantumcomputing-Landkarte. Wir setzen hierbei auf Pilotprojekte für neue Technologien im Bereich Quantencomputing und wir stehen für einen ständigen und aktiven Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das Vorhaben QAR-Lab Bayern wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) gefördert. Das gesamte Team des QAR-Lab freut sich auf fünf neue Kollegen und spannende neue Herausforderungen!
Das Online-Magazin The Quantum Daily berichtet: Das sind die 12 wichtigsten Universitäten für Quantum Computing in der Welt. Neben Oxford, Harvard und dem MIT findet sich hier auch die LMU München, genauer das QAR-Lab unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien. Wir freuen uns sehr über die internationale Anerkennung und werden weiterhin Spitzenforschung und praktische Anwendungen im Bereich Quantum Computing vorantreiben.
„Quantentechnologien sind Zukunftstechnologien mit großen Chancen und wachsenden Anwendungsmärkten“, schreiben die bayerischen Staatsminister Hubert Aiwanger, Bernd Sibler und Judith Gerlach. Zur Koordination der Aktivitäten im Rahmen der QuantenTechVision Bayern wurde Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien, Leiterin des QAR-Labs, neben anderen Experten aus Bayern um Mitwirkung gebeten. Ziel dieser Gruppe ist eine gute „zukünftige Entwicklung dieser Schlüsseltechnologie am Innovationsstandort Bayern“.
Frau Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien wurde in den Expertenrat zur Erstellung einer nationalen Roadmap für Quantencomputing berufen. Dieser wurde auf Beschluss von Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eingerichtet und von den Staatssekretären des Bundesministeriums der Finanzen, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt. Die Experten treffen sich erstmalig am 6. Oktober 2020, natürlich virtuell.
Am 23.07.2020 war Lehrstuhlmitarbeiter Dr. Sebastian Feld zu Gast im Live-Interview-Format „Markus Koch Wall Street“. Der Gastgeber Markus Koch (n-tv, Wall Street) hat Dr. Feld sowie Tech-Investor Thomas Rappold zum Thema „Quantentechnologie: Wo stehen wir und wie profitieren Anleger?“ interviewt.
Die Aufzeichnung des Beitrags, mit allen Kommentaren der Community, findet sich auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Fsh98YQJFkA
D-Wave Systems, ein kanadischer Anbieter von Quantencomputer-Systemen, -Software und -Services, hat freien Zugang zu seinen Quantensystemem für Forscher angekündigt, die an der Bekämpfung der COVID-19-Krise arbeiten. Das QAR-Lab der LMU München schließt sich diesen Bemühungen mit anderen Partnern an, darunter auch Firmen und Forschungseinrichtungen wie CINECA, DENSO, Forschungszentrum Jülich, Kyocera Corporation, KYOCERA Communication Systems, MDR/Cliffhanger, Menten AI, NEC Solution Innovators Ltd., OTI Lumionics, Sigma-i, Tohoku University und Volkswagen. Die entsprechenden Ingenieurteams unterstützen mit ihren Fachkenntnissen in der Verwendung des Quantencomputers, der Formulierung von Problemen sowie der Entwicklung von Lösungen.
Hybrides quanten-klassisches Computing könnten sich gut zur Lösung einer Reihe komplexer Probleme dieser Art eignen. Mögliche Schwerpunkte für COVID-19 sind bspw. die Analyse neuer Diagnosemethoden, die Modellierung der Ausbreitung des Virus, die Optimierung der Krankenhauslogistik, die Verteilung der Versorgung, pharmazeutische Kombinationen und vieles mehr.
Weitere Informationen bzgl Ressourcen und Unterstützung zur COVID-19-Bekämpfung finden Sie unter www.dwavesys.com.